2009/03/08

Meine WG

Ich wohne in Reislingen, ein Ortsteil von Wolfsburg, den es schon vor der Stadt selber gab. Alte Häuser sind hier trotzdem kaum älter als 70 Jahre. Ich wohne bei Edeltraut. Meine Vermieterin kümmert sich rührend um mich und meine zwei Mitbewohner – heute habe ich schon DVDs mit ihr getauscht und wurde mit dem neusten Tratsch bekannt gemacht.

Edeltraut – Vermieterin und gute Seele

Edeltraut kümmert sich auch darum, dass wir nicht im Dreck ersticken, obwohl ich sagen muss dass ich – ob ihr es jetzt glaubt oder nicht – eigentlich sehr sauber bin und regelmäßig die Küche sauber mache. Das Bad übernimmt Edeltraut allerdings so regelmäßig, dass ich da wirklich nix machen brauche.

Damit ihr nicht so viel lesen müsst, gibt’s die ganze Wohnung jetzt mal zum gucken:


Blick von der Tür aus

Blick vom Fernseher aus

Blick vom Fenster

Der Blick aus meinem Fenster inklusive edeltrautsche Fensterkunst

Die kleine Küche

Die Sitzecke in der Küche

Das Mini-Bad

2009/03/04

Angekommen

Seit Samstag bin ich jetzt in Wolfsburg und bisher fühle ich mich auch sehr wohl. Von meinem Büro sehe ich direkt auf den Mittellandkanal, der eine direkte Verbindung ins Rheinland darstellt und dessen Wasser in der Sonne genau so schimmert, wie Rheinwasser.

Der Himmel ist auch der gleiche und die Sonne scheint. Heute spielt der VfL und ich stelle mir vor ich hätte eine rot –grün-Schwäche. So sehen die Wolfsburger gleich wie Köln Fans aus.

Das einzige ernsthaft Gewöhnungsbedürftige ist, dass ich kein Auto habe. Das machte sich gestern beim Einkaufen wahnsinnig bemerkbar. Während ich ja sonst eher verträumt durch die Regale schlender und einpacke was ich schön finde, musste ich jetzt bei jeden Teil überlegen: Brauch ich das? – Klar! Passt es noch ins Gepäck? – Nein! ...verdammt… Mit dem KA würde ich hier allerdins sehr auffallen - einen Ford habe ich bisher noch gar nicht gesehen.

Bis auf das flache Land, das einen sehr weiten Blick über Felder, Wiesen und Felder erlaubt, hab ich noch nicht bemerkt, dass ich im Norden bin. Die Leute sind alle sehr nett – nicht sonderlich nordisch. Meine Mitbewohner sind auch toll. Christiane hat schon ein Date für uns zwei morgen mit einer echten Wolfsburgerin klar gemacht.
Das Ergebnis dieses kulturellen Zusammenstoßes werde ich natürlich berichten!

Ich wollte gerade Fotos von der Wohnung machen, aber mein Kamera-Akku sagt, er sei grad müd und will nicht. Also müsst ihr noch etwas warten bis ihr den Anblick meiner außerordentlich gelben Zimmerwände genießen könnt.

PS: So richtig erwachsen spielen muss ich hier noch gar nicht: Meine Vermieterin putzt Bad+Küche und meine Arbeitsklamotten (die Einkleidung werde ich natürlich noch schriftlich und bildlich fest halten) werden von der Reinigung gewaschen. ;)

2009/02/25

Leichtes Gepäck bedeutet viel zurück lassen

Vor einem Jahr stand meine Reise in die USA kurz bevor. Das vorgeschriebene maximale Gepäck war mit 2 * 20kg knapp bemessen. Ich nahm noch weniger mit. Keine 30kg insgesamt. Damals hatte ich keine Angst. Ich fühlte mich leicht.

In wenigen Tagen breche ich nach Wolfsburg auf. Mein Gepäck wird wieder spärlich, doch ich fühle mich schwer, sperrig, unbeweglich. Es fühlt sich an, als hätte ich eine Kugel an meinem Fuß, die mich nicht voran kommen lässt. Und ich habe Angst.

Für mich nicht gerade ein bekanntes Problem. Zudem ist es irgendwie lächerlich. Lächerliche 400 Kilometer zwischen mir und Bonn – zur nächsten Ausheulstation nach Berlin zu Nicole sind es sogar nur 230 Kilometer.

Es ist auch nicht die Entfernung, die mir Angst macht. Oder die neue Arbeit. Ich habe auch keine Angst niemanden kennen zu lernen. Das Problem ist viel mehr: Selber Waschen heißt erwachsen sein. Das macht mir Angst.

Klingt jetzt auch lächerlich. Alles was man zum erwachsen sein braucht kann ich im Grunde schon: Kochen um nicht zu verhungern, Verantwortung in Job und Privatleben übernehmen, Auto fahren. Aber trotzdem ist da immer diese Rückzugsstätte Kinderzimmer.

In dem man bis 12 Uhr schlafen kann, während alle anderen arbeiten. Mit dem Schreibtisch auf dem sich Rechnungen, Klamotten und DVDs stapeln. Mit dem Bücherregal in dem schamlos Harry Potter und Märchenbücher stehen und der Kiste mit den Kuscheltieren unter dem Bett.

All diese Dinge, die einen daran erinnern, wie wenig Sorgen man sich einst über die Problemchen des Lebens gemacht hat. Es ist zu schwer um es mitzunehmen, auch wenn es noch schwerer ist es zurück zu lassen.

Die drei Monate Praktikum werden zwar nur eine Übungsphase, aber eben diese macht den Verlust klar.

2009/02/10

"I Am" by Hillary Duff

I'm an angel, I'm a devil
I am sometimes in between
I'm as bad it can get
And good as it can be
Sometimes I'm a million colors
Sometimes I'm black and white
I am all extremes
Try figure me out you never can
There's so many things I am

I am special
I am beautiful
I am wonderful
And powerful
Unstoppable
Sometimes I'm miserable
Sometimes I'm pitiful
But that's so typical of all the things I am

I'm someone filled with self-belief
And haunted by self-doubt
I've got all the answers
I've got nothing figured out
I like to be by myself
I hate to be alone
I'm up and I am down
But that's part of the thrill
Part of the plan
Part of all of the things I am

I am special
I am beautiful
I am wonderful
And powerful
Unstoppable
Sometimes I'm miserable
Sometimes I'm pitiful
But that's so typical of all the things I am

I'm a million contradictions
Sometimes I make no sense
Sometimes I'm perfect
Sometimes I'm a mess
Sometimes I'm not sure who I am

I am special
I am beautiful
I am wonderful
And powerful
Unstoppable
Sometimes I'm miserable
Sometimes I'm pitiful
But that's so typical of all the things I am

I am special
I am beautiful
I am wonderful
And powerful
Unstoppable
Sometimes I'm miserable
Sometimes I'm pitiful
But that's so typical of all the things I am
Of all the things I am
Sometimes I'm miserable
Sometimes I'm pitiful
But that's so typical of all the things I am
Of all the things I am